So beschaulich
sah der
Bayerische Platz
zu Einsteins
Zeiten aus.
 
 

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Helmut Kallmann wuchs
im Bayerischen Viertel auf.
Ihm gelang die Flucht vor
den Nazis. Aus dem
Gedächtnis zeichnete er
1942 in einem Lager den Plan des Bayerischen Viertels, seiner verlorenen Heimat.
   
 

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80 Laternenmastschilder im Bayerischen Viertel erinnern eindringlich an die
unmenschlichen Gesetze der Nazi-Diktatur.
   
     

... Auf einem karierten Papier hat die Dame aus dem dritten Stock handschriftlich 13 Namen und die einzelnen Schicksale notiert:
Geburtsdatum und den Tag ihrer Deportation. Drei
Dinge verband sie: Sie waren Juden, sie starben im Konzentrationslager und sie lebten in demselben Haus ...'
(Aus Hugues, Deutsches Glück)


... Ich wartete ab zehn Uhr vordem Schulgebäude in der Hohenstaufenstraße ...
denn ich hatte die schriftliche Prüfung so gut bestanden, dass ich von der mündlichen befreit worden war ...’

(Aus Reich-Ranicki, Mein Leben)




Vom hochherrschaftlichen Wohnen bis hin zu Deportationen und Zerstörung. Die Erinnerung an die jüdischen Mitbürger des Viertels wird lebendig und präsentiert sich auf 80 Schildern, die uns, an Laternenpfählen angebracht, auf dem Stadtrundgang begleiten. Ein Gedenkpfad von großer Eindringlichkeit, der das Bayerische Viertel als einen exemplarischen Gedächtnisort ausweist und uns auch zu Albert Einsteins damaligem Wohnhaus führt.



F Ü H R U N G E N

Sie bestimmen den Termin Ihrer Führung selber ab einer Gruppengröße von 5 Personen.
Der Preis pro Person beträgt 10 Euro. Bei Interesse kontaktieren Sie mich bitte:
Gudrun Blankenburg,

guteblanke@gmail.com
0171-9815093 oder Fax: 030- 85 96 71 43


L I T E R A T U R

Das Bayerische Viertel in Berlin-Schöneberg. Leben in einem Geschichtsbuch.
Hendrik Bäßler Verlag Berlin, 3., durchgesehene und überarbeitete Auflage 2012, 104 Seiten, 13.5 x 21.5 cm, Klappenbroschur, mit zahlreichen Abbildungen, Plänen und Karten, Euro 11.95,
ISBN 978-3-930388-60-8

"Das Bayerische Viertel in Berlin-Schöneberg, um 1900 von Georg Haberland als großbürgerlicher Wohnort konzipiert, war Schauplatz für das Who is Who der 1920er Jahre. Dem Geist der gelebten Weimarer Republik folgte der Ungeist der Nazis mit verheerenden Folgen.

Als Vademecum zeigt das Buch die Entstehungsgeschichte des Stadtteils auf, nimmt uns an die Hand zu den ehemaligen Wohnungen von Albert Einstein, Gottfried Benn, Erich Fromm u.v.a. und führt uns zu den außergewöhnlichen Erinnerungsdenkmälern, die das Bayerische Viertel heute auszeichnen als exemplarischen Erinnerungsort an die ehemaligen jüdischen Nachbarn."

Stih, Renata & Frieder Schnock: Orte des Erinnerns.
Places of remembrance. Nachdr., Berlin 2009

Orte des Erinnerns. Bd. 2. Jüdisches Alltagsleben im
Bayerischen Viertel. Bezirksamt Schöneberg 1995


Wir waren Nachbarn. Biografien jüdischer Zeitzeugen. Eine Ausstellung in der Berliner Erinnerungslandschaft.
Hrsg.: frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung e.V.
Teetz: Hentrich & Hentrich 2008
ISBN: 978-3-938485-73-6

Die Literatur ist ständig lieferbar:
Buchladen Bayerischer Platz (Nachfolge der jüdischen
Buchhandlung Benedict Lachmann), Grunewaldstr. 59, 10825
Berlin-Schöneberg, Tel.: 030-782 12 45. Fax: 030-78 71 36 93.

www.buchladen-bayerischer-platz.de

A U S S T E L L U N G

Im engen Zusammenhang steht die vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg veranstaltete Ausstellung:
Wir waren Nachbarn. 131 Biografien jüdischer Zeitzeugen. Ausstellungsinstallation im Rathaus Schöneberg
ab 24. Januar 2010.


Rathaus Schöneberg, John-F-Kennedy-Platz

Mo - Do 10:00 -18:00 Uhr
Sa - So 10:00 -18:00 Uhr
Eintritt frei

www.hausamkleistpark-berlin.de

Telefon : 0171- 981 50 93
guteblanke@gmail.com